RB Leipzig will den auf Bayer Leverkusen lastenden Druck ausnutzen und sich bereits am drittletzten Spieltag der Bundesliga-Saison für die Champions League qualifizieren. «Bisher haben wir einen sehr, sehr guten Job gemacht. Jetzt kommt das Entscheidende, dass man sich für einen der ersten vier Plätze qualifiziert», sagte Trainer Ole Werner. Den drittplatzierten Leipzigern genügt am Samstag (18.30 Uhr/Sky) ein Sieg bei Bayer, um die Königsklassen-Teilnahme perfekt zu machen.
Leverkusen hat als Sechster zwei Punkte Rückstand auf den Vierten Stuttgart, der beim punktgleichen Fünften Hoffenheim antritt. Ein Sieg ist für Bayer praktisch Pflicht, was RB helfen könnte. «Es wird in dieser Saisonphase immer wieder Spiele geben, in denen ein Punkt nicht mehr so viel Wert ist wie vielleicht zwischen den Spieltagen 15 und 20», befand Werner. «Wir sind jetzt nicht dabei, auf ein Ergebnis zu spielen oder uns da jetzt alle Szenarien vom ersten Moment an durchzudenken, wie das Spiel laufen könnte.»
Leverkusen zuletzt mit Heimschwäche
Personell dürften zwei Leistungsträger wieder in die Startelf zurückkehren. Innenverteidiger Castello Lukeba sowie Linksverteidiger und Kapitän David Raum haben ihre Verletzungen überstanden und befinden sich wieder im Mannschaftstraining. Zwar lobte Werner die Leistungen ihrer Vertreter El Chadaille Bitshiabu und Max Finkgräfe, bei Bayer dürfte der Trainer allerdings auf die größere Erfahrung setzen. Auch Nicolas Seiwald steht für die Startelf bereit.
Leipzig feierte zuletzt fünf Siege nacheinander, verlor nur eines der vergangenen elf Partien in der Fußball-Bundesliga. Leverkusen gewann zwar in Köln, verlor aber daheim gegen den FC Bayern und den FC Augsburg. «Trotzdem haben sie in Dortmund gewonnen, gegen Bayern und den FC Arsenal Unentschieden gespielt. Das ist nicht vielen Mannschaften gelungen», betonte Werner.
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