In sechzehn Jahren an der Macht hat Viktor Orbán gut vorgesorgt, für sich und seine Leute ein üppiges Vermögen angehäuft. Wie das aussieht, sieht man in Felcsút. Um Orbáns Heimatdorf, eine halbe Stunde westlich von Budapest, ist ein Freilichtmuseum der Vetternwirtschaft entstanden.
Hinter Zäunen und Mauern liegt das Anwesen von Orbáns Vater: Das Hauptgebäude misst 2.000 Quadratmeter, dazu kommen Pools, luxuriöse Gästehäuser und eine eigene Kapelle. Gegenüber seinem Wohnhaus ließ Orbán die Pancho Arena bauen, ein Stadion mit 3.800 Plätzen – doppelt so viele wie Felcsút Einwohner hat. Daneben ein Luxushotel, ein exklusiver Golfklub, eine mit EU-Geldern bezahlte Bimmelbahn. Und dann sind da noch die Ländereien von Orbáns Jugendfreund Lőrinc Mészáros. Der einstige Gasinstallateur stieg dank großzügiger Staatsaufträge zum reichsten Mann Ungarns auf. 2024 soll er auf seinem Grundstück eine Herde Zebras gehalten haben.
