
Gold hat in einer jährlichen Forsa-Umfrage in Deutschland gerade die Aktien vom ersten Platz gestoßen. Die relative Mehrheit der Befragten traut dem Edelmetall in den nächsten drei Jahren mehr Rendite zu als allen anderen Anlageformen. Das ist bemerkenswert.
Das mag zum Teil eine Art Lerneffekt der vergangenen Jahre sein. Seit 2024 ist der Goldpreis enorm gestiegen. Wer vorher Gold erworben und es in diesem Jahr im Januar verkauft hat, hat richtig Geld verdient. Er war ein erfolgreicher Anleger.
Goldrally stockt
Im Moment stockt allerdings die Goldrally. Die Erwartung, dass die Zinsen nicht weiter sinken, sondern eher wieder etwas steigen, dämpft den Goldpreis. Man sollte sich zumindest nicht darauf verlassen, dass sich die Entwicklung der vergangenen Jahre einfach auf die Zukunft verlängern lässt.
Es sei hervorgehoben: Gold kann eine gute Ergänzung zur Absicherung eines Wertpapierdepots sein. Und als Anleger sein Geld breit zu streuen, ist immer eine gute Idee.
Wenn aber ein Land sich gleichsam auf den Gedanken einigt, dass es für die nächsten Jahre keine besseren Investitionen in Unternehmen oder Zukunftsprojekte gibt, als sein Geld in unproduktives Edelmetall zu stecken und im Tresor vor sich hindümpeln zu lassen, ist das erschreckend.
Es ist die Vorstellung: Hauptsache, es ist nicht weg. Das ist zu verzagt. Es braucht in Deutschland wieder mehr Mut und Zuversicht. Auf längere Sicht zahlen sich Aktien, gut gestreut, immer aus.
