Mit Sonnenschein und Hitze hat die 132. Kieler Woche begonnen: Bei Temperaturen um die 30 Grad gab Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit einem Schiffshorn das Signal «Leinen los». Bis zum 28. Juni werden drei Millionen Gäste erwartet.
«Gerade in diesen Zeiten brauchen wir Gelegenheiten wie die Kieler Woche, in denen Menschen aus ganz unterschiedlichen Schichten, mit ganz unterschiedlichen Interessen, mit ganz unterschiedlicher Herkunft zusammenkommen und Gemeinsamkeit in diesem Lande spüren», sagte der Bundespräsident auf der Rathausbühne. Gerade wegen allen, die das Land spalten wollten. «Wir müssen zeigen, was uns verbindet – und die Kieler Woche leistet einen Beitrag dazu.»
Steinmeier hat nach eigenen Worten Schleswig-Holsteins Landeshauptstadt in seinem Leben bereits auf ganz verschiedene Arten kennengelernt – sei es etwa als Ostseehafen, Marinestützpunkt oder Wissenschaftsstandort, sagte er zuvor bei einem Empfang im Rathaus der Stadt. «Aber von der schönsten Seite zeigt sich Kiel natürlich dann, wenn die Boote und Schiffe hier im Hafen einlaufen, wenn die Menschen – Millionen von Menschen aus Kiels Umgebung, eigentlich aus der ganzen Welt – hierherkommen», betonte er.
Steinmeier folgt Tradition
Der höchste Repräsentant der Bundesrepublik Deutschland setzte damit die Tradition fort, dass bekannte Politiker die weltgrößte Segelwoche einläuten. Auch die frühere Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte die Aufgabe 2006 und 2008 übernommen.
Die Kieler Woche gilt als eine der größten Segelsportveranstaltungen der Welt und ist gleichzeitig ein riesiges Volksfest. 2025 hatte das Sommerfest nach Angaben der Stadt rund 3,3 Millionen Besucher angezogen.
© dpa-infocom, dpa:260620-930-255610/1
