Der französische Rechtsaußen-Politiker Jordan Bardella sieht sich Antisemitismusvorwürfen ausgesetzt. Das französische Investigativmedium Mediapart berichtet von Textnachrichten, in denen sich der heutige Vorsitzende der Partei Rassemblement National vor Jahren antisemitisch geäußert haben soll.
Die Nachrichten stammen dem Bericht zufolge aus den Jahren 2013 bis 2015. Das Medium habe diese unabhängig authentifizieren können, heißt es. Darin soll Bardella unter anderem geschrieben haben, »der Jude« wolle »die anderen Völker beherrschen« und »auslöschen«. Juden wollten außerdem »eine neue Weltordnung, dominiert von Israel, und natürlich mit Jerusalem als Hauptstadt«. Alle Banken seien »im Besitz von Juden«. Bardella ist 31 Jahre alt, 2013 wurde er 18 Jahre alt.
Bardella bestreitet die Vorwürfe. In einem Post auf X schrieb er, dass es sich »offensichtlich um grobe Fälschungen« handle. Er warf Teilen der »militant eingestellten Presse« vor, »Schmutzkampagnen zu inszenieren, um die Präsidentschaftskampagne zu destabilisieren«.
Der erste Wahlgang der Präsidentschaftswahl in Frankreich findet im April 2027 statt. Bardellas Parteikollegin Marine Le Pen tritt für den RN an. Sie führt die Umfragen derzeit an.
Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.
