Der Filmemacher Rosa von Praunheim war eine Ikone der deutschen Schwulenbewegung. Nun führt sein Ehemann Oliver Sechting sein letztes Werk »Sex und Tod« zu Ende. Ein Gespräch über die große Liebe und einen Kampf, der weitergeht.
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Auf dem Klingelschild in Berlin-Charlottenburg stehen die Namen v. Praunheim, Mischwitzky, Sechting und M. Shephard. Drei Männer haben in dieser Wohnung gelebt: Rosa von Praunheim, der Autor und Sozialpädagoge Oliver Sechting und der Cutter Mike Shephard. Eine kleine Küche. Neben dem Tisch hängt ein Praunheim-Gedicht an der Wand, in seiner geschwungenen Schrift: »Morgens wachsen Veilchen aus dem Anus, abends singt ein Papagei das Lied vom Frieden. Und in einem Jahr erschüttert uns der Tod von sieben Eichhörnchen«.
DIE ZEIT: Herr Sechting, 18 Jahre lang waren Sie mit dem Pionier des queeren Kinos zusammen: Holger Bernhard Bruno Mischwitzky, bekannt als Rosa von Praunheim. Fünf Tage waren Sie verheiratet. Es gibt ein Foto, das Sie mit Hochzeitsringen mit Froschmotiv zeigt. Was hat es damit auf sich?
