Bei Protesten von Schülerinnen und Schülern in mehreren Städten in Belgien ist es nach Angaben der Polizei zu gewaltsamen Zusammenstößen und Sachbeschädigungen gekommen. Bei einer Demonstration in Lüttich mit rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern seien dutzende Menschen festgenommen und 18 Polizeibeamte leicht verletzt worden, teilte die Polizei mit.

Die Demonstrantinnen und Demonstranten warfen demnach Pflastersteine und Absperrgitter und sie beschädigten Bushaltestellen. Daraufhin setzte die Polizei nach eigenen Angaben Tränengas und Wasserwerfer ein. Einige Demonstrierende sollen laut Polizei auch Brände in Mülltonnen gelegt haben.

Die Schülerinnen und Schüler im französischsprachigen Teil von Belgien demonstrierten bereits den dritten Tag in Folge gegen Sparmaßnahmen der Regierung. Im benachbarten Frankreich gibt es ähnliche Proteste.

Begonnen hatten die Unruhen im September an einer Schule in einer Pariser Vorstadt, in der Personal fehlte. Die Schülerinnen und Schüler fordern mehr Lehrer, kürzere Schultage, weniger Jugendliche in den Klassen sowie Klimaanlagen und Heizungen. Die Wut ist besonders groß in sozial benachteiligten Orten, weil die Schulen dort besonders schlecht ausgestattet sind.