In Frankfurt haben etwa 500 Menschen gegen mögliche Kürzungen im Sozialbereich demonstriert. Nach Polizeiangaben verlief der Protest am Sonntag friedlich, zu dem ursprünglich 50 Teilnehmer erwartet worden waren. Unter dem Motto «Solidarität statt Sozialkürzungen» richteten sich Redner gegen mögliche Einsparungen etwa bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung oder bei Alleinerziehenden, wie der Veranstalter mitteilte.
Sparvorschläge sorgen für Kritik
Hintergrund ist ein Papier einer Arbeitsgruppe von Bund, Ländern und Kommunen mit Dutzenden Sparvorschlägen. Sie würden sich nach Angaben des Paritätischen Gesamtverbands auf 8,6 Milliarden Euro summieren. Bereits Mitte April gab es daran Kritik von Sozialverbänden. Beschlossen ist aber nichts. Welche Vorschläge umgesetzt werden, ist unklar.
Ein Bündnis von Privatpersonen hatte zur Demonstration in Frankfurt aufgerufen und wurde von Organisationen wie dem Paritätischen Frankfurt, Netzwerk Inklusion Deutschland, Gemeinsam leben Hessen, Verband alleinerziehender Mütter und Väter e.V. sowie Lebenshilfe Frankfurt unterstützt.
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