
Der Klimawandel erfordert Antworten auf zwei Ebenen. Die Menschen müssen sich umstellen, um den CO₂-Ausstoß zu verringern. Und sie müssen sich anpassen, um mit den höheren Temperaturen leben zu können. Das zeigt sich auch beim Thema Wohnen. Auf der einen Seite ist es wichtig, die Heizungssysteme so umzustellen und die Häuser so zu konstruieren, dass weniger Kohlendioxyd emittiert wird.
Und auf der anderen Seite gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich auf höhere Temperaturen einzustellen. Die vergangenen Wochen mit der Hitzewelle haben das noch mal vor Augen geführt. Dabei kann man sicherlich auch von südlichen Ländern lernen, wo die Menschen schon seit Jahrhunderten entsprechende Anpassungsleistungen vollbracht haben.
Hitze hat auch Einfluss auf Immobilienpreise
Nun wäre es aber wohl auch übertrieben anzunehmen, dass die Extremtemperaturen der vergangenen Wochen für Deutschland von sofort an das neue Normal werden. Trotzdem wäre es falsch, diese Tage einfach zu vergessen. Es verschiebt sich etwas. So wie mit der Erfindung des Aufzugs die oberen Etagen eines Hauses attraktiver wurden als die unteren, so hatten es an den heißen Tagen jetzt oftmals die Bewohner der unteren Stockwerke (oder von Altbauvillen mit dicken Wänden) besser.
Das hat Folgen auch für Kaufpreise und Mieten. Früher sagten die Makler gern, es gebe drei Faktoren, die den Wert einer Immobilie bestimmten: Lage, Lage, Lage. Längst ist die energetische Situation hinzugekommen.
