
Der andauernde kriegerische Konflikt der USA und Israels mit dem Iran soll die Ambitionen der Golfstaaten im Kunsthandel offenbar nicht bremsen: Das hat zuletzt die Messe Art Dubai demonstriert, die – wenn auch in verkleinertem Format und an einem anderen Datum als geplant – gerade stattgefunden hat. Auch bei dem großen Konkurrenten in Qatar schaut man nach vorne. Die Art Basel Qatar, jüngster Ableger des in der Schweiz beheimateten Messeunternehmens, gibt Pläne für die Ausgabe 2027 bekannt.
Künstlerische Leiterin der zweiten Art Basel Qatar wird die irakische Kuratorin Wassan Al-Khudhairi. Als Gründungsdirektorin des Arabischen Museums für Moderne Kunst (Mathaf) in Qatar, das 2010 eröffnete, ist sie in der Kulturszene der Region bestens vernetzt. Zurzeit ist sie Partnerin des Unternehmens The Curatorial / Office. Weitere kuratorische Erfahrung sammelte sie bei Triennalen und Biennalen in Hawaii, Taiwan und Südkorea sowie im Museum für zeitgenössische Kunst (CAM) in St. Louis.
Wassan Al-Khudhairi folgt in ihrer neuen Position auf den Künstler und Museumsdirektor Wael Shawky, der die Premierenausgabe in Doha mit Vincenzo de Bellis, dem globalen Messedirektor der Art Basel, verantwortete. Die nächste Art Basel Qatar soll vom 28. bis 30. Januar 2027 stattfinden, mit Vorschautagen am 26. und 27. Januar, wieder im Doha Design District sowie im Kulturforum M7 und wieder in Partnerschaft mit den staatlichen Organisationen Qatar Sports Investments und QC+, der Strategiegruppe für Kultur im Emirat. Das thematische Motto der kommenden Messe lautet „between“ (dazwischen). Sie soll den kuratorischen Ansatz der Erstausgabe, die ihren Fokus auf Einzelpräsentation legte, weiterverfolgen. Ausbaupläne gibt es für die Sektion „Special Project“ mit „immersiven Erlebnissen“, wie es in der Pressemitteilung des Unternehmens heißt.
