Der Bürgermeister von Moskau hat den Bombenanschlag auf ein Restaurant in der russischen Hauptstadt als Terrorakt bezeichnet. Die Opfer würden in städtischen Krankenhäusern behandelt und erhielten
dort die notwendige Versorgung, schrieb Sergej Sobjanin in den sozialen Medien.
Sobjanin äußerte sich jedoch nicht dazu, wer die Tat begangen haben könnte. Die zuständigen Behörden teilten zu den Hintergründen der Tat ebenfalls nichts mit. Es liefen die nötigen Ermittlungen zu der Explosion, teilte das Nationale Antiterror-Komitee mit. Bislang hat sich noch niemand zu der Tat bekannt.
Mehrere Nachrichtenkanäle bei Telegram berichteten, dass die Zahl der Toten nach dem Anschlag vom Samstagabend auf fünf gestiegen sei. Eine offizielle Bestätigung gab es zunächst nicht. Nach der Explosion hatten die Behörden von drei Toten und 21 Verletzten gesprochen. Bei den Toten handelte es sich nach offiziellen Angaben um eine Frau, die verdächtigt wird, den Sprengsatz mitgebracht zu haben, den Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes, der sie nicht ins Lokal durchgelassen habe, und um einen Gast.
Bombe über Fernsteuerung gezündet
Der selbstgebaute Sprengsatz war demnach gegen 20.00 Uhr Ortszeit (19.00 Uhr MESZ) am Samstag in dem Restaurant in einem beliebten Moskauer Ausgehviertel in der Nähe des Zoos explodiert. Der Zeitung Kommersant zufolge hatten in dem Restaurant Gäste einer privaten Veranstaltung gefeiert. Die Bombe mit Metallkugeln soll den Medienangaben zufolge über eine Fernsteuerung gezündet worden sein, als die Frau von dem Wachdienst überprüft wurde.
Russische Militärblogger schrieben bei Telegram, dass in dem Restaurant ein General der Streitkräfte seinen 55. Geburtstag gefeiert habe. Demnach kursierte der Name Alexander Tschajko – seit Mai dieses Jahres Chef der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte. Er soll dort auch seine Beförderung gefeiert haben. Unter den Gästen seien ranghohe Geheimdienstler, Beamte, Abgeordnete und Generäle gewesen, hieß es. Eine offizielle Bestätigung gab es auch dafür nicht.
Medien berichteten, dass wegen
der Bedeutung der Gäste am Samstag ein Großaufgebot an Kräften des auch für den
Schutz des russischen Präsidenten zuständigen Föderalen
Sicherheitsdienstes FSO im Einsatz war.
