
In einer lange zähen und wenig attraktiven Partie trafen zwei Verteidiger nach dem Seitenwechsel. Die Führung von Konstantinos Koulierakis für die Wolfsburger (55. Minute) glich Philipp Lienhart (75.) aus.
Nur dank des besseren Torverhältnisses liegt Wolfsburg allerdings vor dem schwierigen Heimspiel gegen den alten und neuen deutschen Meister FC Bayern München vor dem FC St. Pauli. Alles läuft auf einen Showdown im direkten Duell der Abstiegskonkurrenten um den Relegationsrang zum Saisonfinale hinaus.
Den Freiburgern reichte das Remis, um in der Bundesliga wieder auf Tabellenrang sieben vorzurücken, der ihnen für die kommende Saison den internationalen Wettbewerb sichern würde. Für den erhofften Sieg vor dem nächsten Europapokal-Höhepunkt war die Leistung aber zu wenig. Am Donnerstag wollen die Badener das 1:2 aus dem Hinspiel in Braga wettmachen und den Finaleinzug packen.
Das 1:2 von St. Pauli am Nachmittag gegen den FSV Mainz 05 hatte Hecking natürlich zur Kenntnis genommen. „Jetzt sind wir dran. Wir müssen einfach sehen, dass wir hier eine sehr gute Leistung brauchen, um was mitzunehmen“, sagte der 61-Jährige vor Anpfiff bei DAZN.
Seine Mannschaft war bemüht, den Sport-Club früh unter Druck zu setzen. Und das Pressing hätte sich in der Anfangsphase beinahe ausgezahlt. Nach einem Ballgewinn knallte Kapitän Christian Eriksen den Ball zum Leid von Hecking aber nur gegen den linken Pfosten. Pech für den VfL. Es blieb für lange Zeit die gefährlichste Szene.
Es entwickelte sich ein kampfbetontes Spiel – mit zahlreichen Ungenauigkeiten auf beiden Seiten und ohne spielerische Glanzmomente. Torszenen blieben weitestgehend Mangelware. Der Sport-Club hatte zwar in der ersten Hälfte mit 65 Prozent deutlich mehr Ballbesitz, aber keine Ideen, um diese Überlegenheit gegen die kompakte Wolfsburger Defensive in Tore umzumünzen.
Nach der Halbzeit kam Wolfsburg mit mehr Elan aus der Kabine und belohnte sich schnell für den engagierten Auftritt. Nach einer Ecke von Eriksen von der rechten Seite auf den zweiten Pfosten köpfte der griechische Verteidiger Koulierakis ein.
Hecking trieb seine Mannschaft an – doch für den so dringend benötigten Sieg reichte es nicht. Nach einem Einwurf fand die Flanke von Johan Manzambi den eingewechselten Freiburger Verteidiger Lienhart, der den Ball unhaltbar einköpfte. In der Schlussphase drängten die Gastgeber auf den Sieg – vergeblich.
