
Für Ende der Getreideblockade: Wadephul fordert mehr Druck auf Russland
„Die Zeit drängt, der Hunger naht bedauerlicherweise“, sagte der Außenminister. Das Getreide drohe zu verderben, „und das dürfen wir nicht geschehen lassen“, so Wadephul weiter. „Es wäre eine weitere völlig unnötige Katastrophe. Und deswegen werde ich nicht müde werden, dieses Thema weiter zu bearbeiten.“
Wadephul hatte sich mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, der Nummer zwei im Vatikan, und dem Außenbeauftragten, Erzbischof Paul Gallagher, zu Gesprächen getroffen. Auch in seinem Gespräch mit seinem russischen Außenminister Sergej Lawrow am vergangenen Samstag am Rande der Vollversammlung der Vereinten Nationen in New York hatte Wadephul über das Thema drohender Hungersnöte gesprochen. Greifbare Ergebnisse brachte das damalige Treffen nicht.
Schon am Donnerstag hatte Wadephul eine „partielle Waffenruhe“ für den Getreideexport gefordert. Die Beziehungen zum globalen Süden könne Russland eigentlich nicht aufs Spiel setzen wollen. „Ich glaube daher, das Problem der Getreideexporte kann gelöst werden”, sagte der Außenminister dem Portal Web.de.
