Die Vermutung, dass bei einer Geburtstagsfeier im Juni schöneres Wetter herrscht als im November (in dem König Charles III. eigentlich Geburtstag feiert) oder im April (in dem einst seine Mutter Elisabeth II. geboren wurde), hat sich dieses Jahr bestätigt: Das Blau des Himmels, ein paar hineingetupfte weiße Wolken und das leuchtende Rot der Gardeuniformen – die Farben des britischen Union Jack bestimmten das Bild der offiziellen Geburtstagsparade des britischen Monarchen, die immer Anfang Juni abgehalten wird und stets – same procedure as every year – denselben Ablauf hat.
Das jeweilige Garderegiment, in diesem Jahr die Grenadier Guards, zieht mit Musik vom Palast zum Paradeplatz, der König reist mit Familie und Gefolge in der Kutsche hinterher, es folgt allerhand Exerzieren und Inspizieren der Soldaten, dann der Rückmarsch, und schließlich der Überflug der Schauflugstaffel der Royal Air Force, den die königliche Familie vom Balkon des Palastes aus bestaunt.

Die Witterung beeinflusst die Zeremonie. In diesem Jahr konnten Charles III. und seine Gattin Camilla, aber auch Prinzessin Catherine mit den königlichen Enkeln George, Charlotte und Louis in offenen Landauern auf der beflaggten Paradestraße Mall die winkenden Grüße der Schaulustigen erwidern.
Charles‘ Schwester Anne und sein jüngster Bruder Edward waren zu Pferd, der andere Bruder Andrew war nicht zu sehen. Auch der Thronfolger Prinz William nahm beritten an der Prozession teil. Der Palast, der ausgiebig über das farbenfrohe Ereignis Auskunft gab, teilte sogar die Namen der Pferde mit: William war auf Darby unterwegs, seine Tante auf Noble und sein Onkel auf Sir John.
