Zum Start des Tankrabatts haben Ökonomen die Senkung der Energiesteuer auf Diesel und Benzin erneut kritisiert. Die Wirtschaftsweise Veronika Grimm äußerte gegenüber der Augsburger Allgemeinen Zweifel, dass die Entlastungen zu 100 Prozent bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern ankommen.
Zudem seien die Kosten für das Entlastungspaket höher, als es zunächst scheine. Das Geld, welches für die Entlastung aufgebracht werde, fehle »an anderer Stelle für Investitionen oder andere zukunftsorientierte Ausgaben«, sagte Grimm. Es sei »zynisch«, dass die Politik auf Kosten der jungen Generation das Fahren von Autos mit Verbrennungsmotor subventioniere, da der Bundeshaushalt zu 30 Prozent über Schulden finanziert sei.
Der ökologische Verkehrsclub VCD kritisierte den Tankrabatt auch mit Blick auf die Verteuerung des Deutschlandtickets ab 2027. Die VCD-Vorsitzende Christiane Rohleder sagte: »Der Tankrabatt ist eine teure Gießkannenlösung. Für rund 2,5 Milliarden Euro Steuergelder sinken die Kosten für Autofahrerinnen und Autofahrer bis Jahresende im Schnitt um weniger als 40 Euro.« Gleichzeitig werde die Mobilität mit dem Bus und der Bahn teurer, sagte Rohleder.
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