Wann es begonnen hat, ist nicht ganz klar, aber es vollzieht sich gerade. Es geht um die AfD und die Angst. Früher war es so: Die Partei schürte Furcht vor allem Möglichen. Sie lebte davon, dass ihre Wähler sich bedroht fühlten.
Und jetzt, wo die AfD so erfolgreich ist wie nie und kurz vor ihrem Ziel steht, zu regieren? Da will die Partei auf einmal, dass man sich vor ihr fürchtet. Es geht ihr nicht mehr um die Angst vor dem anderen, sondern um die Angst der anderen.
Man konnte das in den vergangenen Wochen bemerken. Das war kein normaler Wahlkampf mit typischen Kapriolen. Es war eine grundlegende Verschiebung in der politischen Auseinandersetzung. Aggressivität ist jetzt die neue Umgangsform. Gewalt, verbal und körperlich, gehört dazu. Einschüchterung ist das oberste Gebot.
