Der Sportwagenhersteller Porsche sieht wegen schwacher Verkaufszahlen erneut Bedarf, weitere Stellen einzusparen. »Wir prüfen derzeit alle Bereiche darauf, wie wir uns schlanker und effizienter aufstellen können. Der Fokus liegt dabei zunächst bewusst auf den Management-Strukturen«, sagte ein Sprecher der Porsche AG der ZEIT.
Arbeitnehmervertreter, Betriebsrat und Vorstand verhandeln dafür zurzeit über ein Zukunftspaket, das Teil der neuen Unternehmensstrategie ist. Das »Zukunftspaket« und die damit verbundenen Stelleneinsparungen sollen Ende Juli noch vor den Werksferien des Unternehmens bekannt gegeben werden. Es hieß, die Zahl der Stellen, die abgebaut werden sollen, bewege sich im unteren vierstelligen Bereich.
»Die Treppe von oben kehren«
Eine der Ursachen für den Absatzrückgang ist die Umstellung der Porscheproduktion auf E-Mobilität. Die Folge: Der Absatz bei den Verbrenner-Modellen ist weggebrochen, eine große Absatzlücke ist entstanden. Um das Unternehmen zu sanieren, will Porsche-Chef Michael Leiters »die Treppe von oben kehren«. Dafür wurde bereits im Vorstand ein Posten von insgesamt acht gestrichen. Nach Informationen des Handelsblatts verlieren außerdem drei Managerinnen ihren Posten.
Porsche hatte bereits im März 2025 noch unter seinem Vorstandsvorsitzenden Oliver Blume angekündigt, 4.000 Stellen einzusparen. Mitarbeiter sollten dafür aber nicht entlassen werden. Dieser Abbau wurde bereits weitestgehend umgesetzt und wird bis 2030 abgewickelt sein.
Der Porsche AG Konzern beschäftigt weltweit nach eigenen Angaben etwas mehr als 41.000 Mitarbeiter. Der Konzernumsatz 2025 lag bei 36,27 Milliarden Euro, das operative Ergebnis bei 413 Millionen Euro.
