Whitney Houston betritt die Bühne des Fernsehstudios. Ein Lächeln umspült
ihr Gesicht, so makellos, als käme sie gerade aus einer Longevity-Klinik. Dabei
liegt Houston eigentlich seit 2012 auf einem Friedhof in New Jersey. »It’s
so good to be here«, sagt sie nun.
Seit vergangener Woche läuft auf ProSieben die Sendung Staying Alive –
Stars singen mit Legenden, in der verstorbene Prominente dank künstlicher Intelligenz
zum Leben erweckt werden. Whitney Houston, gestorben 2012, oder Elvis, seit 1977
nicht mehr am Leben, singen hier gemeinsam mit deutscher C-Prominenz wie den No Angels, Sasha oder Álvaro Soler. Nun sollen ihnen Amy Winehouse und
Freddie Mercury folgen. Thore Schölermann, Moderator der Sendung, spricht von »Fernsehgeschichte«,
die da geschrieben werde, der Rolling Stone hingegen von »Ruhestörung
der Toten«. Was denn nun?
