Bundesfamilienministerin Prien will beim Unterhaltsvorschuss sparen. Heftige Kritik kommt von einer ihrer Amtsvorgängerinnen. Heidi Reichinnek spricht von »Tiefschlag«.
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Die Pläne von Bundesfamilienministerin Karin Prien (CDU) zur Kürzung des sogenannten Unterhaltsvorschusses sorgen weiter für Kritik. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) lehnte das Vorhaben, den staatlichen Unterhaltsvorschuss bei säumigen Vätern nur noch für Kinder bis zum 15. Lebensjahr auszuzahlen, ab. »Bei den Familien zu sparen, ist der falsche Weg«, sagte sie. Schwesig verwies auf ihre Zeit als Bundesfamilienministerin. Damals sei sie mitverantwortlich gewesen für die Ausweitung des Unterhaltsvorschusses für Kinder von
zwölf auf 18 Jahre.
Auch Linkenfraktionschefin Heidi Reichinnek kritisierte die geplanten Einschnitte. »Die Bundesregierung beweist, dass sie immer noch tiefer sinken kann, als man es für möglich gehalten hätte«, sagte Reichinnek. Nach Kürzungen beim Elterngeld und der Streichung des Kindersofortzuschlags plane Prien »den nächsten Tiefschlag für Alleinerziehende und ihre Kinder«.
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