König Felipe VI. und Kronprinzessin Leonor sind zum ersten Mal gemeinsam in die Luft gegangen. Zum Abschluss der Pilotenausbildung der Thronfolgerin bei der Luftwaffe flogen beide im Formationsflug über dem Mittelmeer, wie das spanische Königshaus mitteilte. Felipe war ebenfalls an der Luftwaffenakademie in Murcia ausgebildet worden, doch war selbst länger nicht geflogen. Seine Tochter half ihm zunächst, seine Kenntnisse aufzufrischen, begleitete ihn in einen Simulator und gab ihm das Briefing vor dem Flug – aus Sicherheitsgründen in zwei separaten Maschinen vom Typ „Pilatus PC-21“.
Die spanische Zeitschrift „Lecturas“ schwärmte von einem historischen Tag, der offenbar schon eine Weile zurückliegt. Auf Fotos und Videos, die das Königshaus verbreitete, umarmt der Vater immer wieder stolz seine Tochter. Vor wenigen Tagen erzählte er Papst Leo XIV., dass die Prinzessin einen Fallschirmsprung absolviert habe. Weder er noch sein Vater Juan Carlos I. hatten das getan.

Leonors militärische Ausbildung folgt exakt dem Vorbild ihres Vaters und Großvaters. Felipe hatte auch an der Luftwaffenakademie fliegen gelernt. Nach drei Jahren wird sie die spanische Armee als Leutnant der Landstreitkräfte sowie der Luft- und Raumfahrtstreitkräfte und des Fähnrichs der Marine verlassen. Bei einer Militärparade in Vigo hatte Felipe vor Kurzem Leonors „Einsatz und Brillanz“ während ihres freiwilligen Militärdienstes gelobt.
Im Herbst beginnt die 20 Jahre alte Prinzessin von Asturien an der Universität „Carlos III.“ in Getafe bei Madrid ihr Studium der Politikwissenschaften. Vier Jahre lang wird Leonor wie die anderen Kommilitonen in dem Bachelorstudiengang auch Fächer wie Recht, Wirtschaft, Soziologie und Geschichte studieren.
Gleichzeitig wird sie ihre Verpflichtungen als Thronfolgerin wahrnehmen, wie zuletzt während des Papstbesuchs in Spanien. Leonors jüngere Schwester Sofía, die nicht zum Militär ging, hatte schon im Herbst ihr Studium der Politikwissenschaften und Internationalen Beziehungen in Lissabon begonnen, das sie auch nach Berlin und Paris führen wird.
