In Sachsen-Anhalt könnte die AfD erstmals einen Kultusminister stellen – und somit in die Schulen reinregieren. Ob Lehrerinnen und Lehrer politisch neutral sein müssen, wie die AfD es fordert, und wie Schulen sich gegen AfD-Erlasse wehren könnten, erklärt der Rechtswissenschaftler Michael Wrase.
DIE ZEIT: Herr Wrase, glauben Sie, dass der Sieg der AfD in Sachsen-Anhalt unmittelbare Folgen in den Klassenzimmern haben wird?
Michael Wrase: Bis sich der Unterricht verändert, wird es etwas dauern – dafür müsste eine AfD-Regierung erst ihre bildungspolitischen Maßnahmen durch die Verwaltung in die Schulen tragen. Aber schon jetzt könnte sich die Stimmungslage und Atmosphäre verändern. Die AfD-Anhänger werden in der Schule wahrscheinlich selbstbewusster auftreten.
