In Finnland hat sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) mit anderen europäischen Regierungschefs zu einem EU-Arktisgipfel getroffen. In einem kurzen Statement hat der Kanzler die Nato‑Verbündeten zum Zusammenhalt gegen wachsende Bedrohungen aufgerufen: »Hier im hohen Norden Europas kann man sehen, wie gefährdet der Frieden in Europa ist«, sagte Merz. »Ich kann nur an uns alle appellieren, diese Gefährdung ernst zu nehmen.« Während Merz im eigenen Land so stark in der Kritik steht wie noch nie in seiner bisherigen Amtszeit, haben ihm seine europäischen Kollegen in Finnland demonstrativ den Rücken gestärkt. Merz sei ein
verlässlicher Partner, sagte etwa Finnlands Ministerpräsident Petteri Orpo am Rande des Gipfels. Wie wichtig ist die Arktis für Deutschland? Und macht sich der innenpolitische Druck beim Auftritt des Kanzlers bemerkbar? Diese und
weitere Fragen beantwortet Mariam Lau, Politikredakteurin
der ZEIT.
In Schweden könnte es nach der Parlamentswahl zu
einem Regierungswechsel kommen. Das oppositionelle Mitte-links-Bündnis liegt laut
Hochrechnungen knapp vor dem rechtsgerichteten Regierungslager und könnte die Regierung übernehmen. Die Regierungsbildung dürfte allerdings schwierig werden, da die vier linken Parteien inhaltlich zum Teil weit auseinanderliegen. Bemerkenswert am schwedischen Wahlergebnis ist die Niederlage
der rechtsextremen Schwedendemokraten, die nach mehreren erfolgreichen
Wahlen erstmals wieder Stimmen verloren haben. Ricarda Richter hat die Wahl für die ZEIT
beobachtet. Im Podcast erklärt sie, warum die Rechtsextremen verloren
haben und welche Rolle das schwedische Pendant zur deutschen Brandmauer dabei gespielt hat.
Außerdem im Update:
- Tennisprofi Alexander
Zverev hat die US Open gewonnen. Der Hamburger ist damit erst der zweite
Deutsche nach Boris Becker, der das Einzel
der Männer gewonnen hat.
Und sonst so? Bärengebrüll oder Hirschröhren?
Moderation und Produktion: Philip-Johann
Moser
Redaktion: Moses
Fendel
Mitarbeit: Benjamin Probst
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