
In Offenbach soll ein sogenannter Müllblitzer illegale Müllkippen verhindern. Nach Angaben der Stadt ist das erste der mobilen Geräte jetzt am Hessenring installiert worden und überwacht einen Platz, an dem in der Vergangenheit wiederholt Sperr- und Hausmüll sowie Bauschutt abgekippt worden ist. Die Stadt wolle ein „unmissverständliches Signal“ aussenden, dass man rücksichtslose Umweltverschmutzung nicht dulde, sagte Bürgermeister und Ordnungsdezernent Andreas Bruszynski (CDU).
Die Überwachungskamera arbeitet laut Stadt datenschutzkonform. Aufgenommen werde erst, wenn das System eine potentielle Müllablagerung erkenne, Passanten würden nicht erfasst. Auch könnten sich die Mitarbeiter des Ordnungsamts nicht live auf das System aufschalten.
Software erkennt Müllablagerungen
Erst wenn die Software eine illegale Müllablagerung erkenne, also zum Beispiel ein Gegenstand wird abgestellt, speichere das Gerät die Aufnahme. Im Ordnungsamt könne sich der relevante Ausschnitt angesehen werden. Der Müllblitzer liefere der Behörde eine rechtssichere Grundlage, um die Verursacher „konsequent zur Verantwortung“ zu ziehen.
Die neuen Geräte sind nicht das einzige Instrument, mit dem Offenbach gegen Müllablagerungen vorgeht. Schon jetzt könne man sie schnell und unkompliziert durch den Mängelmelder anzeigen. Die Meldungen, so schreibt die Stadt, könnten auch dabei helfen, „Hotspots“ zu identifizieren, an denen der Müllblitzer eingesetzt werden könne.
