Großbritanniens neuer Premierminister Andy Burnham hat im Kampf gegen die Obdachlosigkeit zusätzliche Mittel angekündigt, damit bis zum kommenden Weihnachtsfest kein Mensch mehr auf der Straße schlafen muss. »Niemand sollte sein Bett in einem Hausaufgang oder vor einem Bahnhof aufschlagen müssen«, sagte Burnham. Er teilte zudem mit, einen Teil seines Gehalts für Obdachlose zu spenden.
Die britische Regierung kündigte in der Nacht auf Mittwoch zusätzliche Mittel in Höhe von 102 Millionen Pfund (etwa 120 Millionen Euro) an. Damit wird ein bereits zuvor angekündigtes Programm jetzt über insgesamt 442 Millionen Pfund (mehr als 516 Millionen Euro) aufgestockt. Gemeinden, in denen es mehr Obdachlose gibt, sollen auch mehr Geld erhalten. Burnham räumte allerdings ein, dass die Mittel womöglich nicht ausreichten, »um das Ziel vollständig zu erreichen«.
Der Obdachlosenzeitung The Big Issue sagte Burnham, er wolle 15 Prozent seines Gehalts für entsprechende Initiativen spenden. »Ich möchte von niemandem etwas verlangen, zu dem ich selbst nicht bereit bin – und ich möchte mit gutem Beispiel vorangehen«. Nach Angaben der Zeitung verdient Burnham jährlich 180.000 Pfund (umgerechnet 210.000 Euro).
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