Der diesjährige Nobelpreis in der Kategorie Medizin geht an die beiden deutschen Optogenetiker Peter Hegemann und Georg Nagel sowie an den US-Wissenschaftler Karl Deisseroth. Das gab das Karolinska-Institut in Stockholm bekannt. Das Nobelkomitee ehrte die Forscher für ihre Entdeckungen im Bereich der Optogenetik.
Dieser Forschungsbereich ist eine Methode, mit der sich Zellen – meist Neuronen – mithilfe von Licht präzise an- oder abschalten lassen. Sie kombiniert genetische und optische Techniken, um in lebendem Gewebe und sogar in frei beweglichen Tieren gezielt zelluläre Aktivität zu steuern.
Hegemann, der an der Humboldt-Universität Berlin, und Nagel, an der Universität Würzburg forscht, entdeckten das Protein Kanalrhodopsin (Channelrhodopsin), das Zellen empfindlich für Licht macht. Deisseroth setzte das Gen für dieses Protein in Neuronen von Ratten ein. Dadurch konnte er diese Nervenzellen mit Licht aktivieren.
Nobelpreiswoche gestartet
Mit der Bekanntgabe dieses Nobelpreises ist die diesjährige Nobelpreiswoche gestartet. Bis zum kommenden Montag werden die Träger der weltweit renommiertesten Auszeichnungen in sechs Sparten bekannt gegeben. Sie erhalten jeweils ein Preisgeld von umgerechnet rund 1,06 Millionen Euro. Überreicht werden die Preise am Todestag des Preisstifters Alfred Nobel, dem 10. Dezember – der Friedenspreis in Oslo, die anderen in Stockholm.
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