Frankreichs Verteidiger Dayot Upamecano blickt dem Duell mit Erling Haaland selbstbewusst entgegen und schickt vor dem Gipfeltreffen bei der Fußball-WM eine Kampfansage an den norwegischen Star-Stürmer: „Es ist schon eine Weile her, seit wir das letzte Mal gegeneinander gespielt haben. Heute habe ich mehr Erfahrung, rund 200 Spiele für Bayern und 40 für die französische Nationalmannschaft. Ich bin besser vorbereitet denn je, gegen ihn anzutreten“, sagte Upamecano der „L’Équipe“.
Das Interview wurde bereits vor dem WM-Turnier geführt, aber erst jetzt veröffentlicht. An diesem Freitag (21.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveblog zur Fußball-WM, im ZDF und bei MagentaTV) treffen der Weltmeister von 2018 und die skandinavischen Geheimfavoriten in Boston aufeinander. Es geht nicht nur um den Gruppensieg, sondern auch um Deutschlands möglichen Gegner im Achtelfinale.
Letztmalig standen sich Upamecano und Haaland im Viertelfinal-Rückspiel der Champions-League im April 2023 gegenüber. Das Spiel zwischen dem FC Bayern München und Manchester City endete nach einem Haaland-Tor mit 1:1.
Das Wichtigste in einem Duell mit Haaland sei die eigene Ausgangsposition und Körperhaltung, berichtete Upamecano. „Damit du immer ein Auge auf den Ball und das andere auf ihn hast. Wenn er dir entwischt, ist es schwer, ihn einzuholen, weil er unglaublich schnell ist. Paradoxerweise ist das Spiel gegen Haaland eher ein Kampf der Bewegungen als ein reiner Körperkampf“, erklärte der Bundesliga-Profi.
In den ersten beiden Gruppenspielen erzielte Haaland vier Tore. Nur Lionel Messi (5) traf öfter. Oft reichen dem Offensivspieler von Manchester City zwei, drei blitzschnelle Aktionen, um die Partie zu entscheiden. „Er wird den Ball nicht 50 Mal berühren, das wissen wir alle. Er wird zwei oder drei Ballkontakte wollen, aber diese zwei oder drei wird er mit vollem Einsatz spielen, also musst du auch mit vollem Einsatz dabei sein“, forderte Upamecano. (dpa)