Ein Jahr nach dem mutmaßlich linksextremen Brandanschlag auf die Stromversorgung des Berliner Technologieparks Adlershof ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft weiterhin gegen vier mutmaßliche Täter. Die Verdächtigen sind zwei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen Ende 20 und Ende 30.
Nach intensiven Ermittlungen der Polizei wurden bei einer großen Razzia in zahlreichen Wohnungen in mehreren Städten Handys und andere Gegenstände der Verdächtigen beschlagnahmt, um sie auszuwerten und Beweise zu finden. Dagegen wehren sich die vier Männer und Frauen aber auf juristischem Weg. Über ihren Widerspruch gegen die Sicherstellung der Beweismittel gibt es noch keine Entscheidung eines Gerichts, wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft mitteilte.
Den vier wird verfassungsfeindliche Sabotage vorgeworfen. Am 9. September 2025 hatte ein nächtliches Feuer Starkstromkabel im Südosten Berlins weitgehend zerstört. Vom Stromausfall betroffen waren zeitweise rund 50.000 Privathaushalte und rund 2.000 Gewerbebetriebe.
In einem Bekennerschreiben mit linksextremistischem Inhalt war von einem Angriff auf den Technologiepark Adlershof und den dortigen Firmen und Forschungseinrichtungen aus den Bereichen IT, Robotik, Bio- und Nanotechnologie, Raumfahrt sowie Sicherheits- und Rüstungsindustrie die Rede gewesen.
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