Dunkle, trübe
Bilder laufen über den Screen: ein Labyrinth mit unauffindbarem Ausgang. Ein
Mann, der in Formularen untergeht. Eine Frau, die dagegen ankämpft, dass ihr Feld vertrocknet. Hurrikans. Stromausfall. Ein Jugendlicher, der
am Boden liegt und an die Decke starrt. Und ein Voiceover, das in Dauerschleife
sagt: »There’s never been a worse time.« Bis einer schreit.
Dann bricht in
dem Werbeclip von Anthropic,
dem weltweit führenden KI-Unternehmen, die Zukunft des 21. Jahrhunderts an und unsere Ohnmacht auf. »There’s never been a better time«, sagt das Voiceover und
auf einmal lichtet sich der Horizont, ein Beat setzt ein, die Menschen beginnen
zu schreiben, sie programmieren, reparieren, sie spielen in einer Band,
komponieren, tanzen, forschen, bauen Raketen, erklimmen Berge, atmen auf. Die
Farben werden warm. Plötzlich überwiegt die Leichtigkeit, die Beweglichkeit,
die Lust aufs Neue. Zum Ende erscheinen die Slogans der Kampagne: »Keep coding«,
»Keep researching«, »Keep creating« – »Keep thinking with Claude.«
