
Saudi-Arabien steht ziemlich alleine da. Seitdem der Konflikt zwischen dem Königreich und der Huthi-Miliz im Jemen wieder eskaliert ist, wurde es von seinen Partnern im Stich gelassen. Und das, obwohl die Huthi nicht nur die international anerkannte Regierung im Jemen angreifen, sondern eben auch saudisches Territorium.
In dem erst im August beschlossenen Abkommen der „Mekka-Verteidigungsallianz“ zwischen Saudi-Arabien, der Türkei und Pakistan heißt es, dass jeder bewaffnete Angriff gegen einen der drei Staaten als ein Angriff auf sie alle gewertet werde. Das solle der kollektiven Abschreckung dienen. Den ersten Test hat dies bislang nicht bestanden.
„Volle Solidarität“?
Da hilft es wenig, dass der britische Premierminister Andy Burnham nun einen sehr symbolischen Unterstütztagungsakt für Riad angekündigt hat. Ein einziges Betankungsflugzeug soll die saudische Militäroperation stärken. Burnham betont dabei, die Intervention gelte vor allem dem britischen Interesse an sinkenden Energiepreisen.
Noch im vergangenen Jahr ist London mit dem US-Militär Luftangriffe gegen die Huthi im Jemen geflogen. Auch Washington – Riads wichtigster Sicherheitspartner – scheint von einem derartigen militärischen Beistand für Riad weit entfernt. Daran ändert die symbolische Zusicherung der G-7-Staaten der „vollen Solidarität“ mit Saudi-Arabien nichts.
