Der Sohn des US-Präsidenten, Donald Trump Jr., hat mehrere Hunderttausend Dollar für seine Hochzeit nach Angaben seines Vaters an einen russischen Geldgeber zurückgezahlt. US-Präsident Donald Trump sagte, die Finanzierung der Hochzeitsfeier seines ältesten Sohnes durch den Geschäftsmann Umar Kremlew seien »völlig erlaubt« gewesen. »Aber soweit ich weiß, hat er es ihm zurückgezahlt«, sagte Trump. Dass Freunde Hochzeitspartys finanzieren, sei indes »sehr verbreitet«, so Trump weiter.
Donald Trump Jr. und seine Frau Bettina hatten zuvor bestätigt, dass Kremlew, der auch Verbindung in die russische Politik haben soll, die Feier nach ihrer Hochzeit finanziert hatte. Ihr »lieber Freund« Kremlew habe im Mai auf den Bahamas »sehr großzügig zwei unglaubliche Nächte« voller Feierlichkeiten ausgerichtet, teilten beide bei Instagram mit.
US-Demokraten kündigen Untersuchung an
Vorangegangen war ein entsprechender Bericht des Investigativmagazins ProPublica. Demnach hatte Kremlew mehrere Hunderttausend Dollar für die Feier bezahlt. Trump Jr. und seine Frau sprachen von einem »außerordentlich großzügigen Hochzeitsgeschenk«. ProPublica veröffentlichte ein Foto von der Hochzeit, auf dem auch Kremlew zu sehen sein soll. Trump Jr. und Kremlew hätten sich erst kurz vor der Hochzeit kennengelernt, schrieb das Magazin. US-Präsident Trump hatte wegen des Iran-Krieges nicht an der Feier teilgenommen.
Die Demokraten stießen derweil eine Untersuchung wegen des Vorfalls im US-Kongress an. »Warum finanziert ein russischer Oligarch und Freund von Wladimir Putin den Sohn des Präsidenten? Was erwartet Umar Kremlew im Gegenzug?«, fragte der Abgeordnete Robert Garcia. Der Frakrionsführer der Demokraten im US-Senat, Chuck Schumer, bezeichnete das Arrangement als »korrupt« und »gefährlich für die nationale Sicherheit«.
Kremlew ist der Präsident des Internationalen Boxverbandes IBA, zu dem das Internationale Olympische Komitee die Beziehungen abgebrochen hat. Der russische Präsident Wladimir Putin verlieh Kremlew nach IBA-Angaben im April den »Orden der Freundschaft«. Kremlew soll Putin zudem als Teil einer Delegation nach China begleitet haben. Ihm werden zudem Verbindungen zum Sicherheitsdienst FSO, der hochrangige russische Persönlichkeiten schützt, sowie dem Motorradclub Nachtwölfe nachgesagt. Er steht derzeit nicht auf der EU-Sanktionsliste gegen Russland, jedoch verhängte die Ukraine Sanktionen gegen ihn.
