Es wäre etwas einfach, die britischen Grünen nur als das
abzutun, was sie ohne Zweifel auch sind: eine intersektional verstörte Partei. Alle
Formen vermeintlich »progressiver« Verirrung laufen in ihr zusammen. Ihr
Parteitag an diesem Wochenende in einem brutalistischen Betonbau am
Strand von Brighton ist insoweit ein beinah karikaturhafter Schaukasten. Zionismus
sei Rassismus, Israel ein Apartheidsstaat und der Krieg in
Gaza ein Genozid, erklären ältere weiße Herrschaften mit Pali-Stickern und
Kufiyas an einem Stand im Foyer des Veranstaltungszentrums. Es gebe mehr als nur zwei biologische Geschlechter, insistieren gleich nebenan Aktivisten mit Haaren in Textmarkerfarben. Jede Form von Ungleichbehandlung sei
Diskriminierung, insinuiert der schwarze Awareness-Trainer beim
Antirassismus-Seminar, das Teil des Parteitagsprogramms ist. Und der Ökosozialismus
rette Mensch und Umwelt, doziert ein hagerer, revolutionärer Buchhändler an seinem Verkaufsstand. Sämtliche
angesagten wie grundlegend falschen Annahmen der radikalen Linken strömen
hier in eins. Und alle ihrer Vertreter zusammen feiern ein gewaltiges Erfolgsjahr.

Automatische Zusammenfassung

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Diese Fragen beantwortet der Artikel:

  • Warum gewinnen die britischen Grünen derzeit so stark an Zulauf?
  • Welche Konflikte und Radikalisierungstendenzen prägen die Partei?