Es ist nicht auszuschließen, dass ein gutes Zeitmanagement zu den größten Stärken von Nina Warken gehört. Um 18 Uhr am Mittwochabend sollte in Mechterstädt der Bürgerdialog mit der Bundesgesundheitsministerin beginnen, und um Punkt sechs betritt sie den Saal.
Fragen zur »Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen« will sie an diesem Abend beantworten, so hatte ihr Ministerium es angekündigt. Aber natürlich wissen die etwa 200 Menschen, die hier in der Mitte Thüringens in das Bürgerhaus »Zum Prinzen Albert« gekommen sind, was ein paar Stunden zuvor in Berlin passiert ist: Da hat das Kabinett Nina Warkens Gesetzesentwurf für eine Gesundheitsreform beschlossen (sie wird ihn später einfach nur noch »das Sparpaket« nennen).
