Die hohen Spritpreise machen gebrauchte Elektroautos teurer. Das schließt der Marktbeobachter Deutsche Automobil Treuhand (DAT) aus den Restwerten gebrauchter Autos. So sind von Mai bis August die Restwerte für dreijährige Elektroautos um 1,4 Prozentpunkte gestiegen. Die Restwerte für Benziner sanken parallel um 0,4 Prozentpunkte, die für Dieselfahrzeuge sogar um 1,1 Prozentpunkte.
Noch sind die prozentualen Restwerte bei E-Autos niedriger als bei Verbrennern. Für reine Elektroautos (BEV) liegt er laut DAT im Schnitt bei knapp 52 Prozent des Listenneupreises, bei Dieselwagen sind es 58 Prozent, bei Benzinern 59 Prozent. Der Abstand ist im vergangenen Jahr aber deutlich gesunken. Noch im November 2025 lagen Elektroautos nach drei Jahren bei gut 48 Prozent ihres Listenneupreises, Benziner aber bei knapp 63 und Diesel bei gut 61 Prozent.
»Wichtigster Treiber für die Entscheidung zur Elektromobilität dürften die Kraftstoffpreise sein«, teilte die DAT mit. Diese hätten für eine erhöhte Nachfrage nach gebrauchten und auch neuen Elektroautos gesorgt. Zwischenzeitlich sei dann das Angebot an gebrauchten E‑Autos relativ niedrig gewesen.
Noch spielen Elektroautos auf dem Gebrauchtmarkt nur eine kleine Rolle. Die allerdings wächst: Im August machten sie laut Kraftfahrt-Bundesamt 5,3 Prozent aller Besitzumschreibungen aus, vor einem Jahr waren es noch 3,9 Prozent.
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