
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die Bekanntgabe seines Spielerkaders für die Weltmeisterschaft der Männer verschoben. Am Dienstag teilte der Verband mit, dass Bundestrainer Julian Nagelsmann statt am 12. Mai nun am 21. Mai in Frankfurt verkünden wird, welche Spieler er für das Turnier nominiert hat. Warum der DFB die Bekanntgabe verschoben hat, wird in der Pressemitteilung nicht erwähnt.
Man darf aber davon ausgehen, dass Nagelsmann und sein Trainerteam die neun zusätzlichen Tage zu brauchen scheinen. Spätestens seit dem Ausfall von Serge Gnabry, der die WM wegen einer Adduktorenverletzung verpassen wird, ist die Konstellation auch in der Offensive weniger klar, als sie es davor vielleicht war.
Der Stürmer des FC Bayern, der wohl die beste Saison seiner Karriere spielt, sollte in diesem Sommer auch in der Nationalmannschaft eine größere Rolle bekommen und es gibt auf den ersten Blick keinen, der diese so übernehmen kann.
Mit der Verschiebung der Nominierung hofft Nagelsmann dafür vermutlich, an anderer Stelle Klarheit zu haben: Im Sturm, wo es weiter unklar ist, ob Tim Kleindienst aus Mönchengladbach, der in dieser Bundesligasaison nach einer Meniskus-OP bisher erst zweimal in der 90. Minute eingewechselt wurde (am 11. und 12. Spieltag), eine Option sein könnte für die Rolle des Strafraumstürmers, den der Bundestrainer sich wünscht; und im Mittelfeld, wo Felix Nmecha aus Dortmund nach einem Außenbandriss wieder mit dem Lauftraining angefangen hat.
