Nach dem Kentern einer Fähre in Guyana mit ungefähr 120 Menschen an Bord läuft der Rettungseinsatz weiter. Bislang seien 67 Menschen gerettet worden, teilten die Behörden in dem südamerikanischen Land mit. Darunter sollen 15 Kinder sein.
Guyanas Ministerpräsident Mark Phillips sagte, die Rettungsmaßnahmen werden so lange fortgesetzt, bis alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind. An dem Such- und Rettungseinsatz sind sowohl
staatliche Behörden als auch private Schiffe beteiligt.
Aus Regierungskreisen hieß es auch, das gekenterte Schiff sei mit 250 Schwimmwesten, zwei festen
Rettungsflößen und sechs aufblasbaren Rettungsflößen ausgestattet
gewesen. Guyanas Minister für öffentliche Versorgung und Luftfahrt, Deodat Indar,
teilte in einer Erklärung mit, dass Notfallzentren für Angehörige
eingerichtet wurden. Sie sollen den Familien Informationen und Unterstützung bieten.
Ursache unklar
Laut lokalen Medienberichten ging am Samstagabend um 23:01 Uhr ein Notruf der MV Barima bei einem Flugsicherungsturm ein, woraufhin eine Such- und Rettungsaktion eingeleitet wurde.
Ministerpräsident Phillips sagte, die MV Barima habe von der Hauptstadt Georgetown entlang der Atlantikküste nach Port Kaituma reisen sollen. Die Fähre, auf der sich unter anderem 17 Besatzungsmitglieder befanden,
kenterte vor der nordatlantischen Küste auf dem Weg zum Dorf Port
Kaituma in der Nähe des Flusses Pomeroon.
