Die Europäische Zentralbank (EZB) hat wegen der durch den Irankrieg stark gestiegenen Inflation erstmals seit 2023 die Zinsen erhöht. Der EZB-Rat hob den auch für Sparer wichtigen Einlagensatz von 2,0 auf 2,25 Prozent an.
Befeuert von hohen Energiekosten war die
Teuerungsrate im Euroraum zuletzt mit 3,2 Prozent deutlich über
das EZB-Ziel von 2,0 Prozent hinausgeschossen.
Höhere Leitzinsen der EZB sollen Kredite für
Verbraucher und Firmen verteuern, was wiederum die Nachfrage bremsen und die
Inflation damit dämpfen kann. Zugleich gelten höhere Zinsen als eine Bremse für die
schwache Wirtschaft im Euroraum, die im ersten Quartal überraschend schrumpfte.
Einige Expertinnen und Experten erwarten, dass es nicht bei einer Zinserhöhung in
diesem Jahr bleiben wird. EZB-Präsidentin Christine Lagarde hatte
wiederholt die Handlungsfähigkeit der Zentralbank betont.
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