Das Bistum Dresden-Meißen will mit einer Kommission und einer Grundlagenstudie die sexualisierte Gewalt an Kindern und Schutzbefohlenen aufarbeiten. Ziel ist es zu klären, welche Strukturen die sexualisierte Gewalt im Bistum begünstigt haben und warum eine zeitnahe Aufdeckung oft nicht stattfand, wie das Bistum mitteilte.
In der Kommission sind auch Plätze für Betroffene vorgesehen, nur hat sich bislang niemand gemeldet. Dabei stellen die Erfahrungen betroffener Personen einen zentralen Beitrag dar, wie es hieß. Daher richtete das Bistum erneut einen Appell an Betroffene, für sich eine Mitarbeit zu prüfen.
Zudem wurde ein Historiker beauftragt, anhand kirchlicher Unterlagen sowie Archiven und Akten der Staatssicherheit der DDR die Missbrauchsfälle an Kindern, Jugendlichen und Schutzbefohlenen im Bistumsgebiet zusammenzustellen. Der Auftrag umfasst den Zeitraum von 1945 bis zur Gegenwart. Die Veröffentlichung der Studie ist Mitte nächsten Jahres vorgesehen.
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