Mitten in Montevideo, morgens um kurz vor acht: Hunderte Kinder laufen zum Schulgebäude, auf dem Worte in deutscher Sprache geschrieben stehen: »Disziplin«, »Solidarität«, »Respekt«. Die Kinder rufen fröhlich auf Spanisch durcheinander, aber sie tragen Schuluniformen mit schwarz-rot-goldenen Streifen am Ärmel. Sie besuchen die Deutsche Schule Montevideo, die als eine der besten Schulen Uruguays gilt. Aber auch diese traditionsreiche Institution (gegründet 1857) ist betroffen von Kürzungen der deutschen Regierung in der Kulturpolitik. Ingo Straub-Weszkalnys ist hier seit vier Jahren Schuldirektor. Vorher leitete er eine Gesamtschule in Hamburg. Die vorbeirennenden Kinder begrüßen ihn mit »Hola Ingo!«
