Als ich, von Paris kommend, die Autobahn verließ und nun in langsamer Fahrt über die schmale Landstraße Richtung Beuvron-en-Auge kurvte, passierte es. Als hätte jemand das Licht angemacht, begannen die grauweißen Wolken zu leuchten. Das Gras auf den Wiesen schien auf einmal vom Saft eines Neonmarkers durchflossen, vor allem aber die Bäume standen da wie verwandelt. Die Zweige verdichteten sich zu grafischen Nestern, und die ersten zarten Blätter und Blüten der Apfelbäume, für die diese Region so berühmt ist, wurden zu flimmernden grünen, weißen und rosa Punkten. Alles, was um mich herum wuchs, wurde Ausdruck, Farbe, Lebenszeichen. Durch den Rahmen der Windschutzscheibe betrachtet war das nicht mehr die Normandie, die ich sah. Es war die Normandie, wie David Hockney sie sieht, Hockneys Normandie, seine Welt.
