
RBI wehrt sich gegen Grizzly Research
Der Leerverkäufer Grizzly Research setzt der Wiener Raiffeisen Bank International (RBI) zu. Österreichs zweitgrößtes Geldhaus weist schwere Vorwürfe dieses Akteurs zu seinem Russland-Geschäft zurück. Die Bank prüfe zudem rechtliche Schritte, wie sie am Donnerstagabend mitteilte. Zuvor hatte ein Bericht von Grizzly Research die Aktie des Instituts rund neun Prozent ins Minus befördert. Das Papier schloss schließlich an der Wiener Börse sechs Prozent tiefer bei 60,95 Euro.
Grizzly Research wirft der RBI in dem Bericht Fehlverhalten im Zusammenhang mit ihrer russischen Tochtergesellschaft vor. Der Investor fordert eine Untersuchung durch die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA), die Europäische Zentralbank (EZB) und das US-Finanzministerium.
Grizzly Research ist ein Leerverkäufer, der auf fallende Kurse wettet. Das US-Unternehmen hatte in der Vergangenheit bereits mit kritischen Berichten etwa zum deutschen Prothesenhersteller Ottobock und dem italienischen Reifenhersteller Pirelli für Aufsehen und teils heftige Kursreaktionen gesorgt.
