
BASF setzt weniger um, bestätigt aber Jahresziele
Währungseffekte und niedrigere Preise belasten BASF. Dennoch übertraf der weltgrößte Chemiekonzern im ersten Quartal die Erwartungen der Analysten. „In diesem anspruchsvollen Marktumfeld hat BASF Widerstandsfähigkeit bewiesen“, sagte Finanzchef Dirk Elvermann bei der Vorstellung der Quartalsbilanz am Donnerstag. Der bereinigte operative Gewinn (Ebitda) sank zwar um 5,6 Prozent auf 2,36 Milliarden Euro. Experten hatten im Schnitt jedoch mit rund 2,19 Milliarden gerechnet.
Ohne währungsbedingte Belastungen von mehr als 100 Millionen Euro hätte das Ergebnis das Niveau des Vorjahresquartals erreicht, erklärte Elvermann. Der Umsatz fiel um rund drei Prozent auf 16,02 Milliarden Euro. Ein solides Mengenwachstum, getragen vor allem durch das Geschäft in China, konnte den Gegenwind nicht vollständig ausgleichen. Unter dem Strich verdiente BASF mit 927 Millionen Euro sogar mehr als im Vorjahreszeitraum, als 808 Millionen in den Büchern standen. Sonderaufwendungen in Höhe von 170 Millionen Euro ergaben sich im Wesentlichen aus Sparprogrammen, die vor allem den Heimatstandort Ludwigshafen betreffen.
Trotz der großen Unsicherheit über den Irankrieg bekräftigte BASF seine Jahresziele. Für 2026 rechnet der Vorstand weiter mit einem bereinigten operativen Ergebnis zwischen 6,2 Milliarden und 7 Milliarden Euro, nach 6,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Auch an seinen Annahmen zu den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hielt der Konzern fest – räumte jedoch ein, dass sich diese als zu optimistisch erweisen könnten. Die Ölpreisprognose von durchschnittlich 65 Dollar je Barrel bleibt ebenfalls bestehen. Mögliche Folgen des Krieges für Energie- und Rohstoffpreise sowie globale Lieferketten seien derzeit nicht verlässlich abzuschätzen.
Den Aktionären wird der Vorstand auf der Hauptversammlung in Mannheim Rede und Antwort stehen. Dort steht unter anderem die Zukunft des Agrargeschäfts im Mittelpunkt. Die Aktionäre sollen der Ausgliederung der Sparte Agricultural Solutions in eine eigenständige Tochtergesellschaft zustimmen. Dies gilt als wichtiger Schritt für den geplanten Börsengang des Agrargeschäfts an der Frankfurter Börse.
