In Deutschland haben im September mehr Menschen erstmals einen Asylantrag gestellt als im Vormonat. Der langfristige Rückgang der Zahl der Asylsuchenden bleibt dennoch bestehen. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) nahm im vergangenen Monat 5.276 Asylerstanträge entgegen, wie eine Sprecherin des Innenministeriums mitteilte.
Das sind 40 Prozent weniger als im September vergangenen Jahres und 70 Prozent weniger als im September 2024. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach im Hinblick auf den Rückgang der Asylzahlen von einem Erfolg nationaler und europäischer Maßnahmen. Im Juli und August hatte es jeweils weniger als 4.000 Anträge gegeben.
In den vergangenen Monaten haben etliche Menschen, die bereits länger in Deutschland leben, einen Folgeantrag beim Bamf gestellt. Das kann mit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom Oktober 2024 zur Lage in Afghanistan zusammenhängen: Darin war festgestellt worden, dass Frauen aus dem seit 2021 wieder von den islamistischen Taliban regierten Land grundsätzlich einen Schutzanspruch haben.
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