Gegen den mutmaßlichen Täter des Anschlags in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade liegt ein nationaler türkischer Haftbefehl vor. Das bestätigte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Stade. Dies wurde demnach erst jetzt bekannt, weil der Verdächtige von den türkischen Behörden nicht international zur Fahndung ausgeschrieben war. Der Grund für den türkischen Haftbefehl werde noch geklärt, hieß es weiter.

Laut Staatsanwaltschaft steht inzwischen zudem eindeutig fest, dass der Beschuldigte ausschließlich die türkische Staatsangehörigkeit besitzt. Der 45-Jährige soll vor drei Wochen in einer Jugendhilfeeinrichtung in Stade während eines sogenannten Hilfeplangesprächs sechs Beschäftigte der Einrichtung und des Jugendamts erschossen haben. Hintergrund der Tat war nach Ermittlererkenntnissen mutmaßlich ein Sorgerechtsstreit. Der Verdächtige wurde festgenommen und sitzt in
Untersuchungshaft. 

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