Gamerinnen und Gamer waren vergangenen Herbst unter den Ersten, die bemerkten, dass etwas faul ist. Zumindest jene unter ihnen, die ab November
mit dem Gedanken spielten, sich einen neuen Spiele-PC zu kaufen.
Viele Komponenten, allen voran der Arbeitsspeicher (RAM), der in kleinen,
steckbaren Riegeln daherkommt, waren plötzlich überraschend teuer.
Doch wer damals noch zähneknirschend zugriff, darf sich heute
freuen. Denn das war nur der Anfang.
Seit dem
Jahreswechsel sind die Preise weiter gestiegen. SDRAM-Arbeitsspeicher vom Typ DDR5 kostet mittlerweile das Vier- bis Fünffache im Vergleich
zum Herbst 2025. Für 32 Gigabyte, die zuvor etwas mehr als 100 Euro
gekostet haben, werden nun fast 400 Euro fällig. SSD-Festplatten mit Flash-Speicher sind
fast doppelt so teuer, Grafikkarten verzeichnen etwa zehn bis zwanzig
Prozent Aufpreis. Ende März hat Sony den offiziell empfohlenen
Preis für die Playstation 5 auf
650 Euro erhöht – das sind 150 Euro mehr als zur
Markteinführung vor sechs Jahren. Die Nintendo Switch 2 dürfte bald
folgen, und auch neue Laptopmodelle kosten mehr, was der
Hersteller HP damit begründet,
dass die Preise für Arbeitsspeicher inzwischen rund 35 Prozent der
Produktionskosten ausmachen.
