
Prof. Christian Taube vom Uniklinikum Essen dröselt im Gespräch mit Medizinerin und Podcastgastgeberin Lucia Schmidt die Mythen auf, die sich seit Einführung der E-Zigarette etabliert haben. Sie verdampfen Flüssigkeit, was zu einem Aerosol führt, das dann eingeatmet wird. Die E-Zigarette kommt zwar ohne Tabak aus, kann dafür aber schon alleine 16.000 Aromastoffe beigemischt bekommen, von denen die Wissenschaft noch gar nicht weiß, wie die Lunge auf sie reagiert, denn chronische Lungenschädigungen treten meist erst nach Jahrzehnten auf.
Der Pneumologe warnt jedoch vor allem, dass der Konsum der E-Zigarette häufig auch zum Doppelkonsum mit Zigaretten führt. Zudem ist das Suchtpotential von E-Zigaretten hoch, da der Nikotingehalt höher ist als in klassischen Zigaretten.
Die beiden Ärzte reden in der Podcastfolge auch über den Passivraucherschutz, der in Deutschland nicht gut geregelt ist, und welche Methoden wirklich effektiv sind, wenn man aufhören möchte. Die gute Nachricht ist: Bis ins Alter hinein bringt es statistisch gesehen eine deutliche Verlängerung des Lebens, wenn auch langjährige Raucher mit dem Rauchen aufhören.
Zuletzt sprechen sie darüber, dass ab April alle starken Raucher ein jährliches Lungenkrebsscreening absolvieren können, um
eine Erkrankung frühzeitig zu erkennen, was die Heilungschancen stark erhöht.
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