Mittwoch stellt Apple seine neue iPhone-Generation vor. Erstmals wird ein faltbares Gerät gezeigt, und das iPhone in herkömmlicher Bauweise trägt die Versionsnummer 18. Vermutlich kommen zunächst nur zwei Pro-Modelle in unterschiedlicher Größe in den Handel. Die Standardmodelle werden erst später modernisiert. Seit genau einem Jahr begleitet uns das iPhone 17 Pro Max. Wir schildern, wie es sich bewährt hat. Denn der Blick zurück kann manche Herausforderungen für die neuen Geräte aufzeigen.
Mit dem iPhone 17 verabschiedete sich Apple vom robusten Titangehäuse. Aluminium ist seither angesagt, und wie wir schon damals schrieben: Es ist weniger wertig als Edelstahl oder Titan und zudem empfindlicher. Was Edelstahl oder Titan gut wegstecken, kann bei Aluminium bedeuten, dass man eine kleine Delle ins Gehäuse bekommt. Einem Kollegen erfuhr ein solches Missgeschick.
Wo sich Schmutz ansammelt
Wir haben das 17 Pro Max in eine Aramidfaser-Hülle von Pitaka gepackt, und nach 12 Monaten gibt es keine einzige Auffälligkeit am Gehäuse. Das Display hat nicht einen einzigen Mikrokratzer, obwohl wir auf eine Schutzfolie verzichtet haben. Für kaum sichtbare Verschmutzungen sind der rückseitige Kamerabuckel anfällig und der USB-C-Anschluss an der Unterseite. Insgesamt sind wir sehr zufrieden.
Den Wechsel zum Aluminium begründet Apple mit der besseren Wärmeableitung und dem Einbau eines Dampfkammerkühlsystems, das mit einer Flüssigkeit arbeitet. Der englische Fachbegriff heißt Vapor Chamber, die Technik wird auch von anderen Herstellern verwendet. Die Wärmeableitung ist ein Problem aller Smartphones mit sehr hoher Rechenleistung. Das Gerät wird heiß beim Filmen von hochauflösenden Videos, bei anspruchsvollen Spielen oder wenn die Bildschirmhelligkeit bei sehr starkem Umgebungslicht hochgeregelt wird. Nach kurzer Zeit muss das System drosseln.
Mit dem Aluminiumrahmen und der Vapor Chamber bleibt das iPhone 17 Pro Max in der Tat bei 4K-Videoaufnahmen mit 120 Bildern pro Sekunde deutlich kühler als sein Vorgänger, rund vier Grad. Was wir erst in diesem Sommer richtig genießen konnten, war die konstant bleibende Bildschirmhelligkeit auch bei strahlendem Sonnenschein draußen in der freien Natur. Auch die abermals verbesserte Kameraabteilung mit 24-Megapixel-Sensor für die Frontkamera ist ein Gewinn. Apple hat also nicht zu viel versprochen und solide abgeliefert.
Das Akkuproblem
Im vergangenen Jahr lobten wir die Akkuleistung des 17 Pro Max. Abends vor dem Schlafengehen lag der Füllstand bei rund einem Drittel. Das sollte sich leider in diesem Jahr ändern. Nach 265 Ladezyklen gibt das iPhone den Batteriezustand als „normal“ an. Die maximale Kapazität liegt aber nur bei 97 Prozent. Wir laden bis 100 Prozent und haben an vielen Tagen abends nur noch 15 bis 20 Prozent.

Zuvor sah es im Sommer noch schlimmer aus. Mit iOS 26.5.2 sank der Akkustand teils um 10 Prozent pro Stunde, selbst beim Nichtstun. Die meisten Nutzer haben das Update problemlos aufgespielt. Bei einigen wenigen wie uns bereitete es Akku-Probleme. Ohne Magsafe-Zusatzakku kamen wir damals nicht mehr über den Tag. Um dem Missstand ein Ende zu setzen, spielten wir die Public-Beta-Version von iOS 27 auf, was man eigentlich nur mit einem Bastelgerät machen sollte. Seither hat sich die Situation verbessert, aber die anfänglichen 30 Prozent zum Tagesende schaffen wir derzeit nicht mehr.
Insgesamt gibt es am iPhone 18 Pro Max nicht viel auszusetzen. Apple kann sich keinen Skandal leisten und modernisiert vorsichtig. Was der Nachfolger, das iPhone 18 Pro Max bietet, ist in einem Detail schon gesetzt: Es hat dieselben Maße wie sein Vorgänger. Denn die Hersteller von Schutzhüllen vertreiben selbige bereits. Nach unbestätigten Gerüchten wird das 18er Modell einen Prozessor mit einer Strukturbreite von 2 Nanometer haben, der leistungsfähiger und energieeffizienter ist. In Verbindung mit einem etwas leistungsstärkeren Akku könnte die Nummer 18 hinsichtlich der Laufzeit neue Maßstäbe setzen. Für die europäischen Kunden dürfte ebenso wichtig die Frage werden, ob die Pro-Modelle auch die neue Künstliche Intelligenz von Apple erhalten werden. Da steht die EU dagegen. Aber vielleicht hat Apple am 9. September in seiner Veranstaltung schon eine gute Nachricht parat.
