
Hunderte demonstrieren in Washington gegen Einschränkungen beim Wahlrecht
In der US-Hauptstadt Washington haben hunderte Menschen gegen Wahlrechtseinschränkungen unter Präsident Donald Trump demonstriert. Zu der Kundgebung unter dem Motto „Defend the vote“ (Verteidigt das Wahlrecht) hatten Bürgerrechtsaktivisten und Oppositionspolitiker aufgerufen. Der sogenannte „Marsch auf Washington“ fand am 63. Jahrestag der Rede von Martin Luther King statt, in der er mit den Worten „I have a dream“ (Ich habe einen Traum) Gleichstellung eingefordert hatte.
In gut zwei Monaten finden in den USA die Zwischenwahlen zum Kongress statt, die als wichtiger Stimmungstest für Trump zur Mitte seiner zweiten Amtszeit gelten. Die Kundgebung am Freitag fand am Denkmal für den früheren Präsidenten Abraham Lincoln statt, auf dessen Stufen sich Martin Luther King 1963 vor rund 250.000 Demonstranten gesprochen hatte.
Angeführt wurde die Kundgebung unter anderem von Kings Sohn Martin Luther King III. Zu den Rednerinnen und Rednern zählten der linksgerichtete Senator Bernie Sanders und die demokratische Kongressabgeordnete Alexandria Ocasio-Cortez. Das Wahlrecht gehöre zu den Fundamenten der US-Demokratie, sagte King III. „63 Jahre nachdem mein Vater am Lincoln-Denkmal stand, sind wir erneut zum Marsch aufgerufen – nicht nur zum Gedenken, sondern zum Handeln“, sagte er.
