Frankreich – Marokko 2:0 (0:0)
Die französische Fußballnationalmannschaft hat sich im WM-Viertelfinale dank einer klaren Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gegen den Afrikameister Marokko durchgesetzt. Damit steht das Team von Trainer Didier Deschamps – der mit seinem 25. WM-Spiel mit Helmut Schön als Rekordtrainer gleichzog – nach 2018 und 2022 auch 2026 wieder in einem WM-Halbfinale. Im ausverkauften Gillette Stadium in Foxborough bei Boston trafen Kylian Mbappé (60.) und Ousmane Dembélé (66.) für Les Bleus.
Im Halbfinale geht es für Frankreich am Dienstag (21 Uhr MESZ) in Dallas gegen Spanien oder Belgien. Dann winkt sogar das dritte WM-Endspiel in Folge. Dies gelang bislang nur Deutschland (1982 bis 1990) und Brasilien (1994 bis 2002).
In der Neuauflage des WM-Halbfinals von 2022 drängte Frankreich Marokko früh tief in die eigene Hälfte. Schon nach wenigen Minuten setzte Kylian Mbappé mit einem Distanzschuss aus gut 18 Metern ein erstes Zeichen, kurz darauf köpfte Dayot Upamecano nach der folgenden Ecke aus vier Metern zu unplatziert (4.).
Marokko kam dagegen offensiv lange kaum zur Geltung. Alle elf Spieler standen sehr tief und lauerten im erst zweiten Pflichtspiel zwischen beiden Teams auf Umschaltmomente – die jedoch ausblieben. Stattdessen blieb Frankreich gefährlich. In der 28. Minute hielt Yassine Bounou im Tor der Marokkaner einen Strafstoß von Mbappé, nachdem der Franzose zuvor von Noussair Mazraoui im Strafraum klar gefoult worden war. Mit dem parierten Foulelfmeter baute der Torwart seine
bemerkenswerte Quote weiter aus: Von neun Elfmetern bei
Weltmeisterschaften – einschließlich Elfmeterschießen – hat er nur zwei
passieren lassen.
Auch danach blieb Bounou im Mittelpunkt. Ousmane Dembélé verzog zunächst mit einem Schlenzer (33.), wenig später scheiterte Désiré Doué nach einem starken Dribbling am marokkanischen Schlussmann (35.). In der Nachspielzeit lenkte Bounou einen Distanzschuss von Lucas Digne noch an die Latte (45.+2).
Doch selbst der starke Bounou konnte die Niederlage in der zweiten Halbzeit nicht abwenden. Gegen Doué parierte er zunächst noch stark (55.), kurz darauf brachte Kylian Mbappé Frankreich mit einem sehenswerten Treffer in Führung. Von der Strafraumgrenze aus schlenzte der Stürmer von Real Madrid den Ball ins rechte Eck. Dembélé entschied die Partie nur fünf Minuten nach Wiederanpfiff dann mit einem Flachschuss. Danach beschränkte sich Frankreich vor allem darauf, den Vorsprung zu verwalten, und setzte nur noch vereinzelt Nadelstiche. Marokko fand nach dem Doppelschlag nicht mehr zurück ins Spiel.
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