Titelverteidiger Argentinien steht erneut im WM-Finale. Im Halbfinale in Atlanta setzte sich das Team dank einer furiosen Schlussphase mit 2:1 (0:0) gegen England durch. Die Three Lions waren in der 55. Spielminute durch Anthony Gordon in Führung gegangen. Argentinien erspielte sich in der Folge zahlreiche Torchancen und drehte schließlich durch Treffer von Enzo Fernández (85.) und Lautaro Martínez (90.+2) noch die Partie.
Im Finale trifft die Mannschaft von Trainer Lionel Scaloni am Sonntag um 21 Uhr MESZ auf Spanien. England scheitert dagegen erneut in einem WM-Halbfinale. Die bisher einzige Finalteilnahme der Three Lions liegt 60 Jahre zurück. Damals gewann England den Titel.
Zu Beginn viele Fouls und viel Kampf
Das Spiel begann intensiv mit vielen Spielunterbrechungen und Fouls. Jedoch blieben lange die Torchancen aus. Nach 20 Minuten musste Argentiniens Torwart Emiliano Martínez den ersten Ball auf sein Tor halten, der Abschluss von Reece James war aber kein Problem. Deutlich mehr strecken musste sich Martínez beim Freistoß von James (36.). Auf der anderen Seite zog Fernández aus gut 20 Metern ab, der Ball flog jedoch über das Tor.
In der zweiten Halbzeit nahm das Spiel auch in Sachen Torchancen Fahrt auf. Julián Álvarez scheiterte zunächst an Englands Torwart Jordan Pickford (47.). Kurz darauf setzte der Stürmer seinen zweiten Versuch ans Außennetz. Wenig später hatte England nach einem Ballgewinn von Declan Rice viel Platz. Rogers flankte weit auf den zweiten Pfosten, wo sich Anthony Gordon im Rücken von Nahuel Molina davonstahl und zur Führung traf.
Leo Messi bereitet beide Treffer vor
Argentinien ließ sich vom Rückstand jedoch nicht beeindrucken. Nur zwei Minuten nach dem englischen Führungstreffer musste Djed Spence im eigenen Strafraum gegen Simeone mit einer Grätsche klären. England zog sich zunehmend zurück, phasenweise erinnerte das Spiel an eine Handballpartie. Argentinien suchte sein Glück nun vor allem mit Flanken. Eine davon fand in der 69. Minute den Kopf des eingewechselten Nicolás González, doch Keeper Pickford rettete auf der Linie.
Englangs Coach Thomas Tuchel wechselte anschließend defensiv und brachte Innenverteidiger Ezri Konsa für Offensivspieler Gordon. Argentinien blieb dennoch gefährlich. Alexis MacAllister traf in der 76. Minute per Kopf nur den Pfosten. Wenig später erzielte Fernández nach Vorlage von Messi aus 18 Metern den Ausgleich. Doch damit nicht genug: Messi legte erneut auf, dieses Mal für Martínez, der den Ball zum 2:1-Sieg ins englische Tor köpfte.
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