
In zwei Jahren könnten Roboter alles, was Menschen können, lasen wir kürzlich. Sam Altman, einer der Gründer von Open AI, meint gar, die Singularität sei erreicht, also jener Punkt, an dem die Künstliche Intelligenz sich verselbständigt und auf den Menschen nicht mehr angewiesen ist. Übernehmen nun Maschinen die Macht?
Uns fallen ein paar Dinge ein, die Roboter in zwei Jahren noch nicht können, und vermutlich auch in 20 Jahren nicht. Bitte auf Wiedervorlage für 2046.
Das perfekte Ragù alla bolognese abschmecken. Das Ragù mit guten Freunden essen und sich an deren Freude freuen.
Ein Kind, das sein Lieblingsstofftier verloren hat, auf den Arm nehmen und trösten. Einem alten Menschen, dessen bester Freund gestorben ist, auf der Kirchenbank die Hand halten. Inbrünstig beten und mit schiefer Tonlage einen Choral singen. Glauben und zweifeln. Und wieder glauben.
In der Straßenbahn flirten. Sich verlieben. Sich über sich selbst wundern. Den Partner begehren. Den Wunsch verspüren, gemeinsam Kinder zu haben. An der Liebe trotz aller Wirren des Lebens festhalten.
Unter einem Apfelbaum sitzen, den Wolkenzug beobachten und über das Universum nachdenken. Mit Besessenheit über Jahre an einer Idee arbeiten, deren Zeit noch nicht gekommen ist. Überhaupt Ideen haben, die nie zuvor gedacht wurden.
Sich in einer schwierigen Entscheidung auf das eigene Bauchgefühl verlassen. Ein Team motivieren.
Sinnlos herumblödeln. Herzhaft lachen, bis das Zwerchfell schmerzt.
Überzeugungen haben. Nicht aus seiner Haut können. Aus der Haut fahren. Dem Gegenüber die Hand zur Versöhnung reichen. Vergeben.
Die eigene Unlust überwinden und sich aufraffen. Sich aus freiem Willen um hoffnungslose Fälle kümmern. Hoffen. Angst vor dem Scheitern haben. Mutig sein.
Mensch sein und nicht Menschsein simulieren.
